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Figuren an der Schlossauffahrt wieder komplett


Nach erfolgreicher Restaurierung ist die Figur der Juno am 25. November nach Neustrelitz zurückgekehrt. Dieses Kunstwerk aus der römischen Mythologie ist eine von sieben Zinkgusskopien, die an der Schlossauffahrt bewundert werden können. Im Frühjahr dieses Jahres zerstörten Unbekannte das Kunstwerk, indem sie den rechten Arm abrissen. Als die Stadt nach einer Möglichkeit suchte, den Schaden möglichst schnell beheben zu lassen, kam ein Angebot des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Hilfe. Das Finanzministerium ersuchte um die Erlaubnis, die Figur abformen zu lassen, um diese Kopie im Schweriner Schloss an den Platz einer verschollenen Juno-Figur stellen zu können. Vor der Abformung konnte die Neustrelitzer Juno repariert werden. Dazu weilte sie zwei Monate in der Werkstatt der Berliner Metallrestauratoren Haber und Brandner in Berlin. Dort fügten die Restauratoren um Diplomrestaurator Alexander Löwe den Arm wieder an. Sie mussten die Innenkonstruktion aus Edelstahl mit dem Zinkgussmantel neu verschrauben. Zuvor fügten sie die beschädigte Schulterpartie, den Arm und viele kleine verformte und gebrochene Stücke neu zusammen. Nicht alle Bruchteile waren noch vorhanden, sodass die Restauratoren fehlende Teile ergänzen mussten  Zum Abschluss erhielt die Figur einen neuen Anstrich.

Wie die Juno-Figur zu Schaden kam, ist nicht bekannt. Der oder die Täter konnten nicht ermittelt werden. Alexander Löwe hat aufgrund des Schadensbildes und seiner beruflichen Erfahrungen allerdings eine Vermutung: „Wahrscheinlich ist jemand dort hinaufgeklettert und hat dadurch den Arm abgebrochen.“

Die Juno-Figur ist eine der drei Zinkgusskopien an der Schlossauffahrt, die der Stadt Neustrelitz gehören. Die Stadt hatte sie 2014 im Rahmen der Baumaßnahmen an der Schlossauffahrt zusammen mit den benachbarten Figuren Demeter und Venus von Capua restaurieren lassen. Im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde 2014 im Rahmen der Schlossgartensanierung die Niobe-Figur restauriert, die 1945 zerstörten Figuren Asklepios, Jäger mit Hund und Herkulanerin wurden neu hergestellt.

Juno galt in der römischen Mythologie als Göttin der Geburt, Ehe und Fürsorge. Sie ist der griechischen Göttin Hera gleichgesetzt. Ihre Attribute sind Zepter und Opferschale. Als Schirmherrin der Stadt Rom wurde sie auf dem Kapitol verehrt. Auch der Monatsname Juni leitet sich von Juno her. Das Original der hiesigen Figur befindet sich im Vatikanischen Museum in Rom.
Die Zinkgusskopien der antiken Statuen wurden um 1856 als Schmuck an der Schlossauffahrt aufgestellt. (SE)


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